Beiträge

Urteil im Mietrecht im Video

Das Land­ge­richt Amberg (Urteil vom 09.08.2017) hat­te die Fra­ge zu ent­schei­den, ob einem Mie­ter frist­los gekün­digt wer­den kann, wenn er sei­ne Mieträu­me uner­laubt bei airbnb.com. an Gäs­te für Urlaubs­auf­ent­hal­te ver­mie­tet.

Amts­ge­richt Mün­chen, Urteil vom 22.10.2015 — 412 C 11331/15

Ein Mie­ter instal­lier­te inner­halb des Bal­kons eine Para­bol­an­ten­ne. Die­se wur­de nach innen in den Bal­kon hin­ein in der Art von Blu­men­käs­ten befes­tigt, ohne dass damit eine Sub­stanz­ver­let­zung ein­her­ging. Dem Ver­mie­ter stör­te die SAT-Anten­ne den­noch und klag­te auf Ent­fer­nung.

Der Ver­mie­ter war der Mei­nung, dass die Satel­li­ten-Schüs­sel das Haus bau­lich und optisch beein­träch­ti­ge und wegen der unsach­ge­mä­ßen Mon­ta­ge eine Gefahr dar­stel­le. Der Beklag­te Mie­ter kön­ne sein Infor­ma­ti­ons­be­dürf­nis aus­rei­chend über ande­re Infor­ma­ti­ons­me­di­en abde­cken.

Als der Mie­ter sich wei­ger­te, die Para­bol­an­ten­ne zu ent­fer­nen, erhob die Ver­mie­te­rin Kla­ge zum Amts­ge­richt Mün­chen.

Die Kla­ge blieb ohne Erfolg. Die Para­bol­an­ten­ne stel­le kei­ne rele­van­te Beein­träch­ti­gung des Eigen­tums der Ver­mie­te­rin dar, so das Amts­ge­richt Mün­chen in sei­nem Urteil (Az. 412 C
11331/15). Die Fas­sa­de der Klä­ge­rin wer­de ledig­lich einem nicht erheb­li­chen Maße berührt, weil die Para­bol­an­ten­ne kaum zu sehen ist. Es han­de­le sich um eine ver­hält­nis­mä­ßig klei­ne Anten­ne, deren Schüs­sel sich voll­stän­dig inner­halb des Bereichs des Bal­kons befin­det und deren Schüs­sel seit­lich zum Bal­kon so aus­ge­rich­tet
ist, dass die Schüs­sel in der Fas­sa­den­front nur mit Mühe wahr­nehm­bar ist.

Die Auf­stel­lung der Para­bol­an­ten­ne lie­ge noch inner­halb des zuläs­si­gen Miet­ge­brauchs, da kei­ne nen­nens­wer­te Beein­träch­ti­gung der Rech­te der Ver­mie­te­rin durch die Anten­ne erfol­ge, so das Amts­ge­richt.

Amts­ge­richt Mün­chen, Urteil vom 22.10.2015 — 412 C 11331/15