Dirk Tholl

Dirk Tholl

Rechtsanwalt

Vita

  • 2002 Kanzleigründung in Essen
  • 2005 Fachanwalt Arbeitsrecht
  • 2008 Fachanwalt Insolvenzrecht
  • Fachanwalt für Arbeitsrecht

    Bei der Zulassung (Erlaubnis) zum Fachanwalt für Arbeitsrecht handelt es sich um eine Fachanwaltsbezeichnung des deutschen Berufsrechts der Rechtsanwälte.

    Der Fachanwalt für Arbeitsrecht gehört zu den ältesten deutschen Fachanwaltsbezeichnungen, die bereits in § 43c BRAO genannt sind.

    Inhaltlich wird die Erlaubnis durch die in § 10 der Fachanwaltsordnung (FAO) genannten Rechtsgebiete, bezüglich derer der die Fachanwaltsbezeichnung führende Rechtsanwalt besondere Kenntnisse nachweisen muss, definiert:

    1. Individualarbeitsrecht
      • a) Abschluss und Änderung des Arbeits- und Berufsausbildungsvertrages,
      • b) Inhalt und Beendigung des Arbeits- und Berufsausbildungsverhältnisses einschließlich Kündigungsschutz,
      • c) Grundzüge der betrieblichen Altersversorgung,
      • d) Schutz besonderer Personengruppen, insbesondere der Schwangeren und Mütter, der Schwerbehinderten und Jugendlichen,
      • e) Grundzüge des Arbeitsförderungs- und des Sozialversicherungsrechts,
    2. Kollektives Arbeitsrecht
      • a) Tarifvertragsrecht,
      • b) Personalvertretungs- und Betriebsverfassungsrecht,
      • c) Grundzüge des Arbeitskampf- und Mitbestimmungsrechts,
    3. Verfahrensrecht

    Weiter erforderlich zum Erwerb der Erlaubnis den Titel Fachanwalt für Arbeitsrecht führen zu dürfen ist, wie bei allen Fachanwaltsbezeichnungen, der Nachweis besonderer praktischer Erfahrungen. Hier fordert § 5 S. 1 lit. c FAO den Nachweis von 100 von dem Bewerber bearbeiteter Fälle, von denen mindestens die Hälfte gerichts- oder rechtsförmliche Verfahren sein müssen; außerdem müssen fünf Fälle aus dem Bereich des kollektiven Arbeitsrecht stammen, wobei als kollektives Arbeitsrecht hier auch das Individualarbeitsrecht gilt, wenn die Fälle Rechtsfragen aus dem Gebiet des kollektiven Arbeitsrechts zum Gegenstand haben.

  • Fachanwalt für Insolvenzrecht

    Bei dem Titel eines Fachanwalts für Insolvenzrecht handelt es sich um eine Fachanwaltsbezeichnung des deutschen Berufsrechts der Rechtsanwälte.

    Inhaltlich wird der Titel durch die in § 14 der Fachanwaltsordnung (FAO) genannten Rechtsgebiete, bezüglich derer der den Fachanwaltstitel führende Rechtsanwalt besondere Kenntnisse nachweisen muss, definiert. Es sind dies im Einzelnen:

    • 1. Materielles Insolvenzrecht
      • a) Insolvenzgründe und Wirkungen des Insolvenzantrags
      • b) Wirkungen der Verfahrenseröffnung
      • c) Das Amt des vorläufigen Insolvenzverwalters oder des Insolvenzverwalters
      • d) Sicherung und Verwaltung der Masse
      • e) Aussonderung, Absonderung und Aufrechnung im Insolvenzverfahren
      • f) Abwicklung der Vertragsverhältnisse
      • g) Insolvenzgläubiger
      • h) Insolvenzanfechtung
      • i) Arbeits- und Sozialrecht in der Insolvenz
      • j) Steuerrecht in der Insolvenz
      • k) Gesellschaftsrecht in der Insolvenz
      • l) Insolvenzstrafrecht
      • m) Grundzüge des internationalen Insolvenzrechts
    • 2. Insolvenzverfahrensrecht
      • a) Insolvenzeröffnungsverfahren
      • b) Regelverfahren
      • c) Planverfahren
      • d) Verbraucherinsolvenz
      • e) Restschuldbefreiungsverfahren
      • f) Sonderinsolvenzen
    • 3. Betriebswirtschaftliche Grundlagen
      • a) Buchführung, Bilanzierung und Bilanzanalyse
      • b) Rechnungslegung in der Insolvenz
      • c) Betriebswirtschaftliche Fragen des Insolvenzplans (Sanierung), der übertragenden Sanierung, der Liquidation.

    Weiter erforderlich ist zum Erwerb des Titels eines Fachanwalts für Insolvenzrecht, wie bei allen Fachanwaltstiteln, der Nachweis besonderer praktischer Erfahrungen. Hier fordert § 5 S. 1 lit. g FAO den Nachweis folgender Tätigkeiten:

    • 1. Mindestens 5 eröffnete Verfahren aus dem ersten bis sechsten Teil der InsO als

    Insolvenzverwalter; in zwei Verfahren muss der Schuldner bei Eröffnung mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigen;

    • 2. 60 Fälle aus mindestens sieben der in § 14 Nr. 1 und 2 bestimmten Bereiche.
    • 3. Die in Nr. 1 bezeichneten Verfahren können wie folgt ersetzt werden:
      • a) Jedes Verfahren mit mehr als fünf Arbeitnehmern durch drei Verfahren als Sachwalter nach § 270 InsO, als vorläufiger Insolvenzverwalter oder als Vertreter des Schuldners in der Verbraucherinsolvenz bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens.
      • b) Jedes andere Verfahren durch zwei der in Buchstabe a) genannten Verfahren.
    • 4. Außerdem sind für jedes zu ersetzende Verfahren weitere acht Fälle aus den in § 14 Nr. 1 und 2 bestimmten Bereichen nachzuweisen.

    Verwalter in Konkurs-, Gesamtvollstreckungs- und Vergleichsverfahren stehen dem Insolvenzverwalter gleich.